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Lücke zwischen anerkannten und tatsächlichen Kosten der Unterkunft

kduViele Menschen, die auf Transferleistungen des Staates angewiesen sind, leiden unter dem fehlenden Angebot günstigen Wohnraums. Was zur Folge hat, dass die Wohnungskosten, welche vom Jobcenter übernommen werden, immer häufiger nicht ausreichen. Auf eine Anfrage der Bundestagsabgeordneten Katja Kipping (DIE LINKE) legte das Bundesministerium für Arbeit und Soziales Zahlen der anerkannten und tatsächlichen Kosten der Unterkunft offen. Die Differenz der ausgezahlten Beträge und der tatsächlichen Kosten der Arbeitslosengeld II-Bezieher, liegt bundesweit bei etwa 600 Mio. Euro.

Wenn eine Miete vom zuständigen Jobcenter nicht als angemessen anerkannt wird, hat das handfeste und höchst problematische Auswirkungen für die betroffenen Haushalte.

So sind zahlreiche Leistungsberechtigte gezwungen, die nicht vom Jobcenter akzeptierten Mietanteile aus den Regelleistungen selbst zu tragen. Im Kreis Mettmann waren hiervon 955 Bedarfsgemeinschaften im Dezember 2017 betroffen. Schaut man sich die Differenz zwischen den bewilligten und den tatsächlichen Kosten der Unterkunft an, erkennt man, dass die Betroffenen allein in diesem Monat insgesamt 275.556 Euro Wohnkosten aufbringen mussten. Das heißt, dass sie aus ihrem Regelbedarf von 409 Euro pro Monat (Stand Dezember 2017 für Alleinstehende/Alleinerziehende), die Differenz zu den anerkannten Kosten aufbringen mussten. Der knapp bemessene Regelsatz ist jedoch für die laufenden Lebenshaltungskosten kalkuliert und verlangt den Menschen bereits ohne diese zusätzliche Belastung viel ab. Aus dem Regelsatz müssen neben Nahrungsmitteln, Kosten für Schuhe, Bekleidung, Energie- und Wohnungsinstandhaltung, Haushaltsgeräte und -gegenstände, Gesundheitspflege, Mobilität usw. finanziert werden. Bedarfsgemeinschaften, die zusätzlich Monat für Monat 50, 100 oder noch mehr Euro aus dem Regelsatz aufbringen müssen, um in „den eigenen vier Wänden“ wohnen bleiben zu dürfen, sparen folglich entweder an Lebensmitteln oder sitzen im Kalten.

Wer jetzt noch behauptet, dass angesichts dieser Sachlage, Menschen gut und gerne von „Hartz-IV“ leben, der verkennt die Realität oder will sie nicht sehen.

Übrigens sollten wir nie vergessen, dass auch zahlreiche Kinder unter den Hartz-Gesetzen leiden und diese haben allemal Besseres verdient!

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