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Kosten der Unterkunft existenzsichernd gestalten

kduDer massive Mietenanstieg in den vergangenen Jahren belastet arme Haushalte bis hin zu Haushalten mit mittleren Einkommen. Zu den betroffenen armen Haushalten gehören insbesondere Bezieherinnen und Bezieher von Arbeitslosengeld II und Sozialgeld, von Hilfe zum Lebensunterhalt und von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung. Immer noch ist die Übernahme von Wohnkosten gesetzlich unzureichend geregelt – obwohl Wohnen zum verfassungsrechtlich geschützten Existenzminimum gehört. Da die gestiegenen Mieten und die gesetzlichen Regelungen auseinanderklaffen, ist es für Leistungsbezieher oft schwierig bis unmöglich, entsprechenden Wohnraum zu finden. Das Ausmaß dieses Problems lässt sich anhand der Wohnkostenlücke erfassen.

So wurden im Jahr 2017 im Kreis Mettmann seitens des Jobcenters ME-aktiv 2,5 % der Kosten der Unterkunft nicht anerkannt. In Summe macht dies 2,769 Millionen Euro aus.

Betroffen waren hiervon 2.685 Bedarfsgemeinschaften. Im Durchschnitt musste folglich jede dieser Bedarfsgemeinschaften 85,94 Euro pro Monat von den Regelleistungen abzwacken, um die Kosten der Unterkunft in Summe zu bedienen.

 

Wer nur Ansatzweise erahnt, wie schwer es ist, mit den Regelsätzen – vor allem, wenn Kinder in der Bedarfsgemeinschaft leben – ein halbwegs „normales Leben“ zu führen, hat eine leise Vorstellung davon, welche Einschränkungen die betroffenen Menschen erdulden. Einerseits möchten sie ihr soziales Umfeld nicht verlassen, andererseits gibt der Wohnungsmarkt auch kaum Alternativen her. In den meisten Fällen hoffen die Menschen auf einen Job und wollen die Zeit bis dahin irgendwie überbrücken. So sparen sie sich die Kosten vom Munde ab und verzichten auf gesunde Ernährung, den Schwimmbadbesuch oder das neue Kinderbuch.

Am 18. März 2019 findet nun im Bundestag eine öffentliche Anhörung zu den Kosten der Unterkunft statt. Die Kreistagsfraktion DIE LINKE appelliert an die Bundestagsabgeordneten des Kreises Mettmann, sich dafür einzusetzen, dass das Recht auf gutes Wohnen - welches auch für Familien mit wenig Einkommen gilt - endlich einen entsprechenden Stellenwert in der Gesetzgebung erfährt.

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