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Einweihung des Mahnmals "Heller Schatten"

heller schattenEinweihung des Mahnmals für die Opfer des Nationalsozialismus im Neandertal

Am 21.08.2020 war es soweit – im Auftaktbereich des neu gestalteten Neandertal-Terrains übergab Landrat Hendele die dort aufgestellte gläserne Skulptur, welche den Titel "Helle Schatten" trägt, der Öffentlichkeit.

Die Metapher „Helle Schatten“ hat die Künstlerin gewählt, da diese auf einem Röntgenbild nichts Gutes bedeuten und auf Geschwüre hinweisen. „Diese wachsen viel zu schnell – genau wie die rechtspopulistische Bewegung. Der Rassismus wuchert überall. Wir aber brauchen ein tolerantes Miteinander, eine Gesellschaft von Gleichberechtigung und Vielfalt,“ so die mahnenden Worte der Künstlerin.

Aufgrund der Corona-Verordnung war der Kreis der Anwesenden beschränkt. Erschienen waren MdB und Staatssekretärin Griese, MdL Dr. Hundrieser, die Bürgermeister von Erkrath und Mettmann sowie zahlreiche Kreistagsabgeordnete und Mitarbeiter*innen der Kreisverwaltung. DIE LINKE Kreistagsfraktion wurde durch Ilona Küchler und Rainer Köster vertreten. In mehreren Beiträgen wurde der zugrunde liegende Antrag Fraktion DIE LINKE und ihre Umsetzung durch den Kreistag und die Verwaltung gewürdigt.

Rainer Köster dazu: „ Wir haben 2010 dazu die Initiative ergriffen, damit im Neandertal nicht nur die Urgeschichte dargestellt, die jüngste Geschichte mit ihren Verbrechen an der Menschlichkeit aber ausgeblendet wird. Unserem Vorschlag hat sich der Kreistag einstimmig (damals noch ohne AfD) angeschlossen. Das ist wichtig und gut so.“

Nach der Eröffnung hatte Kreisarchivar Schulz- Hönerlage eine szenarische Lesung mit exemplarischen Beispielen der Mordopfer in und an der Koburg, der Verfolgten im sogenannten „Rückwandererheim“ Diepensiepen und der unter unmenschlichen Bedingungen lebenden und arbeitenden ZwangsarbeiterInnen in den beiden Kalkwerken vorbereitet. Diese wurden durch die einprägsame und ergreifende Darstellung der beiden Schauspieler  authentisch vermittelt. Am Ende verlasen die Schauspieler 145 Namen der bekannten Opfer der Nazidiktatur im Neandertal und holten sie  aus der Anonymität. Bei den Zuhörer*innen erzeugte das tiefe Betroffenheit, denn viele dieser Menschen verloren neben ihrer Menschenwürde ihre Gesundheit und ihr Leben.

Dieses Mahnmal im Neandertal ist ein deutliches Zeichen gegen rechtsradikale Gewalt in Wort und Tat – vor allem nach Kassel, Halle und Hanau. Auf der Mahntafel findet sich ein QR-Qoute, der den Betrachter*innen mittels digitaler Technik ermöglicht, weiteres Hintergrundwissen zu den Geschehnissen im Neandertal abzurufen. Es bleibt zu wünschen, dass Skulptur und Mahntafel im Auftaktbereich von den Neandertalbesuchern wahrgenommen werden und zu Nachdenklichkeit und der Erkenntnis führen: So etwas darf nicht noch einmal geschehen!

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